Zukunft Internet
Barrierefreies Internet: Warum und wie gestaltet man Webseiten ohne Hürden?
In Zeiten des Web 2.0 und der Implementierung immer neuer AJAX-Funktionen in Online-Angebote erscheint der Ruf nach barrierefreien Angeboten fast etwas hinterwäldlerisch. Sicherlich können diese Techniken dem User bei vielen Online-Tätigkeiten unterstützend zur Seite stehen. Aber was eine Webseite wirklich gut macht, ist ein durchdachtes Usability-Konzept. Was hilft die schönste "Spielerei", wenn der eigentliche Nutzen des Internet-Angebotes bereits vorher auf der Strecke geblieben ist.
Warum barrierefreie Seiten oft besser durchdacht sind?
Viele Internetdienste entstehen aus einer Idee und wachsen dann mit immer neuen Features zu einem Sammelsurium an Funktionen. Da geht schnell die Üersichtlichkeit verloren! Und genau hier können sich viele Internet Anbieter etwas von barrierefreien Angeboten abgucken - mehr konzeptionelle Vorausplanung und Strukturierung der Angebote.
Anbieter von barrierefreien Webseiten müssen bereits am Anfang des Projektes etwaige Ausbaustufen des Angebotes berücksichtigen und eine saubere Struktur designen.
HTML/CSS - das Erfolgsgespann in Sachen Trennung Layout und Content
Die Basis für eine barrierefreie Internetseite ist die Trennung des Inhaltes vom Design der Webseite. Dadurch ist es möglich, dass eine Internetseite - auch ohne die Darstellung grafischer Componenten (Bilder, Animationen) - für den Webseiten-Besucher verständlich ist und volle Funktionalität bietet.
Während ein wohlstrukturierter HTML-Code die Inhalte beherbergt, sorgen CSS-Befehle für eine grafische Gestaltung der Seitenelemente.
Durch diese Trennung kann das Webangebot sowohl von grafisch anspruchsvollen Besuchern als auch von beispielsweise blinden Besuchern wahrgenommen werden. Während der "Grafik-Freak" seine voll durchdesignte Webseite zu sehen bekommt, kann der blinde Besucher die Webseite als eine Textversion lesen/hören.
Es gibt aber auch noch andere Vorteile dieser Trennung:
- das Design kann schnell und unkompliziert verändert werden (es werden lediglich CSS-Änderungen vorgenommen, keine Änderungen am Inhalt)
- verschiedene Designs für verschiedene Zielgruppen (Multi-Skin-Fähigkeit) sind möglich
- eine übersichtlichere Stuktur der Inhalte, da diese klar strukturiert sein müssen
- Ergänzungen des Angebotes oder Änderungen können aufgrund der klaren HTML-Struktur besser eingebaut werden
u.v.m.

